Paradoxical Plausibilities: Astrological Interpretation from Different Perspectives

Paradoxe Plausibilität(en):  Astrologische Deutung aus unterschiedlichen Perspektiven

An interdisciplinary symposium, co-sponsored by the German Astrologers’ Association and Counterpoint

13–14 April 2019 in Berlin


When it comes to the plausibility of astrology as a system of knowledge, interpretation, and experience, perspectives vary considerably. While astrologers, as well as most people who engage in astrological counseling, experience a high degree of evidence and plausibility, social science research finds hardly any evidence to support astrological claims. What is more, since the advent of modern astronomy, the natural sciences have excluded astrology from the accepted canon of knowledge traditions and labelled it a “pseudoscience,” despite some attempts in the nineteenth and twentieth centuries to build a bridge between mathematical and interpretive knowledge of the stars. The same distinction applies to psychology, which was historically strongly connected with occultism and metaphysics, but gradually began to follow an experimental-reductionist approach that no longer provided any room for astrological explanatory models.

How did this development come about? How can we explain these discrepancies? How does astrology arrive at its findings, and how is plausibility established in the process of astrological interpretative practice? Are there similarities with psychotherapeutic or medical practice? Is there any truth in claims that today’s scientific models offer possibilities for a holistic view of the cosmos that also integrates astrological approaches? And what about the epistemological and anthropological questions dealt with in philosophy? Can interdisciplinary fields offer potential explanations for astrological interpretations?

The German Astrologers’ Association DAV and Counterpoint are organizing a two-day symposium to explore these questions in an interdisciplinary conversation. Experts from various fields of research and practice will speak about their most recent research and the state of the art in their fields. In addition to the presentations, workshops will invite participants to deepen their knowledge of the topics and to share their own experiences.

This event will be conducted in German. For the full program and further information, please see below, or download the official flyer.


Paradoxe Plausibilität(en): Astrologische Deutung aus unterschiedlichen Perspektiven

Symposium 13.–14. April 2019 in Berlin

Wenn es um die Plausibilität der Astrologie als Wissens-, Deutungs- und Erfahrungssystem geht, stehen sich sehr unterschiedliche Positionen gegenüber. Während Astrologinnen und Astrologen – sowohl im professionellen Feld, als auch im Bereich von Selbststudium und -praxis – und die Klienten astrologischer Beratung in der Mehrzahl ein hohes Maß an Evidenz und Plausibilität erfahren, findet die sozialwissenschaftliche Forschung kaum Anhaltspunkte für die wissenschaftliche Haltbarkeit astrologischer Wahrheitsansprüche. Die Naturwissenschaften haben die Astrologie seit dem Aufkommen der modernen Astronomie ohnehin als „Pseudowissenschaft“ aus dem akzeptierten Kanon von Wissenstraditionen ausgeschlossen, trotz einiger Versuche im 19. und 20. Jahrhundert, eine Brücke zwischen rechnender und deutender Sternkunde zu schlagen. Dasselbe gilt für die Psychologie, die historisch stark mit Okkultismus und Metaphysik verbunden war, doch nach und nach einem experimentell-reduktionistischen Ansatz folgte, der keinen Raum mehr für astrologische Erklärungsmodelle bietet.

Wie kam es zu der Entwicklung? Wie sind diese Diskrepanzen zu erklären? Wie kommt Astrologie zu ihren Erkenntnissen, und wie wird Plausibilität im Prozess astrologischer Deutungspraxis hergestellt? Gibt es Ähnlichkeiten mit anderen Deutungsprozessen, etwa in psychotherapeutischer oder medizinischer Praxis?

Was ist dran an den Überlegungen, dass heutige naturwissenschaftliche Modelle des Kosmos Möglichkeiten bieten für eine ganzheitliche Sicht des Kosmos, die auch astrologische Ansätze integriert? Und wie verhält es sich mit den erkenntnistheoretischen und anthropologischen Fragen, die in der Philosophie behandelt werden? Gibt es Erklärungsmöglichkeiten für astrologische Deutungen aus dem interdisziplinären Bereich?

Der Deutsche Astrologen-Verband und Counterpoint laden zu einem zweitägigen Symposium ein, um diesen Fragen in einem interdisziplinären Gespräch nachzugehen. Dabei referieren Expertinnen und Experten unterschiedlicher Forschungs- und Praxisfelder über den neuesten Stand ihrer Forschungen. Neben den Referaten laden Workshops die Teilnehmerinnen und Teilnehmer ein, die Themen zu vertiefen und eigene Erfahrungen einzubringen.


Programm

Samstag, 13. April 2019

9.00                 Einführung ins Thema

Klemens Ludwig, Vorsitzender Deutscher Astrologen-Verband & Kocku von Stuckrad, Co-Direktor Counterpoint: Navigating Knowledge

9.30–11.00      Referat: Astrologie in sozialwissenschaftlicher Perspektive

Referent: Dr. Gerhard Mayer, Institut für Grenzgebiete der Psychologie und Psychohygiene Freiburg

11.00–11.30    Tee-/Kaffeepause

11.30–13.00    Referat: Astrologie im Kontext zyklischer Prognostik – von antiken Wahrsagekalendern bis zu modernen Wirtschaftszyklen

Referent: Dr. Christof Niederwieser, Rottweil

13.00–14.30    Mittagspause

14.30–16.00    Referat: Astrologische Deutung und psychologische Praxis: Ähnlichkeiten und Unterschiede

Referentin: Dipl.-Psych. Dr. Gertrud Ulrike Voltmer, Idar-Oberstein

16.00–16.30    Tee-/Kaffeepause

16.30–18.00    Drei parallele Workshops zur Vertiefung der Referate: Sozialwissenschaftliche Perspektive, Zyklische Prognostik, Psychologische Praxis

Sonntag, 14. April 2019

9.00–10.30      Referat: Naturwissenschaftliche Ansätze: Astrophysische Zusammenhänge und alternative Wissenssysteme in der Diskussion

Referent: Dr. Harry Tobler, Ebmatingen

10.30–11.00    Tee-/Kaffeepause

11.00–12.30    Zwei parallele Workshops zur Vertiefung des Referats

12.30–14.00    Mittagspause

14.00–15.00    Referat: Philosophische Fragen astrologischer Hermeneutik: Erkenntnistheorien und neue Ontologien

Referent: Prof. Dr. Kocku von Stuckrad, Universität Groningen / Counterpoint

15.00–15.30    Tee-/Kaffeepause

15.30–16.30    Zusammenfassende Diskussion


Organisatorisches

Ort: DECAD, Gneisenaustraße 52, 10961 Berlin

Kosten: 130,00 € pro Person (die Teilnahmegebühr schließt Getränke während des Symposiums sowie Tee-/Kaffeepausen ein)

Anmeldung: Die Organisation des Symposiums wird von Counterpoint: Navigating Knowledge koordiniert. Schicken Sie zur Anmeldung bitte eine E-Mail an [email protected], unter Angabe Ihres Namens, Ihrer Wohnadresse, Ihrer E-Mail-Adresse und Ihrer Telefonnummer. Bezahlung ist möglich mit Kreditkarte, PayPal oder mittels Banküberweisung. Mit der Anmeldung akzeptieren Sie die Allgemeinen Geschäftsbedingungen von Counterpoint und DAV.

Kontakt: Counterpoint: Navigating Knowledge | Prof. Dr. Kocku von Stuckrad | www.counterpointknowledge.org | [email protected] | Burgunder Str. 2, 14197 Berlin


Leave a Reply

Your email address will not be published. Required fields are marked *